Sonntagsfrühstück, 22.Juni

Einen wunderschönen guten Morgen!

Wer das Glück hat im eigenen Garten eine Wasserstelle zu haben, sollte auf jeden Fall Seerosen pflanzen. Die Teichpflanzen mit ihren herrlichen Blüten sind nicht nur ein schöner Anblick, sondern sorgen auch zum ökologischen Gleichgewicht im Teich.

 

Die Seerose ist die Königin im Gartenteich und diesen Anspruch kann sie in einem kleinen Becken, aber auch im großen Teich gerecht werden. Die Pflanztiefen reichen von 15 cm bei Zwergseerosen bis zu einem Meter bei großen Seerosen. Die Blütezeit ist unterschiedlich und kann von Frühjahr bis Herbst dauern, doch die Hauptblütezeit ist von Juni und September. Seerosen sind lichthungrig und benötigen einen hellen und warmen Standort. Der Gartenteich sollte mindestens fünf bis sechs Stunden am Tag in der Sonne liegen. Was die Wasserqualität betrifft, sind Seerosen sehr tolerant und sie akzeptieren sowohl hartes als auch weiches Wasser. Idealerweise ist das Wasser aber schön sauerstoffreich. Der beste Zeitpunkt um Seerosen zu pflanzen ist das Frühjahr. Entweder werden sie direkt in den Teichgrund eingesetzt oder in spezielle Pflanzkörbe. Die Körbe sollten möglichst stabil und groß sein, damit sich die Pflanze für Jahre entfalten kann. Meine Seerosen sind am Teichgrund gesetzt, was den Vorteil hat, dass sie genügen Nährstoffe direkt vom Teichgrund bezieht.

 

Abgestorbene oder welke Pflanzenteile werden im Herbst entfernt. Die meisten Garten-Seerosen sind winterhart und können während der kalten Jahreszeit im Teich bleiben. Am Teichrand habe ich Sumpf-Schwertlilien gepflanzt, die dieses Jahr leider nur spärlich blühen. Kann gut sein, dass sie unter den noch immer andauernden Umbauarbeiten leiden. Hier wird eine Filterpumpe eingebaut, die das Wasser in Bewegung hält und für eine bessere Wasserqualität sorgt. Rundum werden Steine verbaut.

Mein neues Blumenbeet am Teichrand könnte ich bereits bepflanzen und dafür habe ich mir Wollziest, Frauenmantel, Ziersalbei, Storchschnabel, Sterndolden und Fette Henne ausgesucht. Die Pflanzen sind gut angewachsen und haben sich innerhalb kürzester Zeit sehr gut entwickelt. Jetzt muss ich noch etwas Geduld aufbringen bis alles fertig ist und wie heißt es so schön – Gut Ding will Weile haben. Hier unten am Teich kann man am Abend die letzten Sonnenstrahlen geniessen, die Beine im Teich baumeln lassen und so richtig entspannen. Ein weiterer Vorteil hat ein Sitzplatz direkt am Wasser – es wirkt temperaturausgleichend. So hat man es im Sommer angenehm kühl und im Frühling bzw. Herbst noch relativ warm. Was mir noch fehlt sind Fische und ich würde sie gerne im Teich beobachten. Doch durch das Futter und Ausscheidungen wir der Teich stark belastet, das Wasser trüb und es treten vermehrt Algen auf. Dafür tummeln sich im Frühjahr einige Molche im Teich. Sind sie ausgewachsen verlassen sie im Sommer um in ihren Lebensraum an Land zurückzukehren. Molche werden nicht angefüttert, sie versorgen sich selbst und ernähren sich von Mücken und Fliegen. Auch ohne Fische kann man das Tierreich am Teich beobachten und ganz faszinierende Bewohner sind Libellen. Sie sind wunderschön anzusehen, wahre Flugkünstler und Libellen gehören zu den ältesten Insekten der Welt und konnten aufgrund ihrer Entwicklung im Wasser und an Land sogar Dinosaurier überleben. Auch wenn viele beim Anblick von Libellen zuerst einmal erschrecken, sie stechen nicht und sind nicht giftig. Sie sind völlig unschädlich und dezimieren die Mücken am Gartenteich. Jetzt freue ich mich auf ein ausgiebiges Frühstück am Teich und euch wünsche ich

einen schönen Sonntag!